Wenn Def Leppard nach Dortmund kommen, schließt sich ein Kreis. Bereits 1983 spielte die Band im Rahmen der legendären ZDF-Sendung “Rock Pop in Concert” in der Westfalenhalle – damals gemeinsam mit Iron Maiden, den Scorpions und Ozzy Osbourne. Mehr Rockgeschichte geht kaum.
Passend dazu eröffnen Extreme den Abend. Nuno Bettencourt beweist einmal mehr Weltklasseformat an der Gitarre, Gary Cherone wirbelt unermüdlich über die Bühne und mit Songs wie „Decadence Dance“, „More Than Words“, „Get the Funk Out“ und „Rise“ liefert die Band ein Support-Set, das einem Headliner alle Ehre gemacht hätte.
Def Leppard starten mit der neuen Single „Rejoice“, ehe „Animal“ und „Let’s Get Rocked“ die ausverkaufte Westfalenhalle endgültig auf Betriebstemperatur bringen.
Musikalisch gönnt sich die Band mit den Coverversionen von „Personal Jesus“ und „Rock On“ zwar ein paar verzichtbare Ausflüge, doch Sound, Chöre und Bühnenshow bewegen sich auf höchstem Niveau. Joe Elliott präsentiert sich stimmlich stark und agil, Rick Allen liefert trotz seines Schicksalsschlags einmal mehr eine beeindruckende Performance am Schlagzeug.
Spätestens mit „Armageddon It“, „Love Bites“, „Rock of Ages“, „Photograph“ sowie den Zugaben „When Love and Hate Collide“, „Hysteria“ und „Pour Some Sugar on Me“ gibt es kein Halten mehr. Riesige LED-Wände, eindrucksvolle Visuals und ein spektakuläres Laserfinale machen den Abend zu einem audiovisuellen Rockfest mit nur kleinen Schwächen bei der Songauswahl zu Beginn.